Zeiss Ikon

Die Zeiss Ikon AG war bis zum Zweiten Weltkrieg einer der bedeutendsten Kamerahersteller und Weltmarktführer bei Schmalfilmkameras. Zeiss Ikon stellte neben optischen Geräten auch Türschlösser, Spiegelleuchten sowie Buchungsmaschinen her und war Inhaber des ersten Patentes auf den heute allgemein verbreiteten Profilzylinder.

1926 in Dresden gegründet, gehört das 1989 in Ikon AG umfirmierte Unternehmen zur Assa Abloy Sicherheitstechnik und fertigt nur noch Erzeugnisse der Schließ- und Sicherheitstechnik. Die Marke „Zeiss Ikon" wird auch für Produkte genutzt, die nicht mit dem Dresdner Unternehmen und seinen Rechtsnachfolgern in Verbindung stehen.

 

Treibende Kraft des Zusammenschlusses und Eigentümer der Zeiss Ikon AG war das Unternehmen Carl Zeiss in Jena. Im Herbst 1926 fusionierten mehrere deutsche Kamerahersteller zum Zeiss Ikon-Konzern mit Sitz in Dresden:

  • Internationale Camera Actiengesellschaft (ICA), Dresden,
  • Optische Anstalt C. P. Goerz AG, Berlin,
  • Contessa-Nettel AG, Stuttgart und
  • Ernemann-Werke AG, Dresden.

Um die Ausrichtung auf die Fotografie zu betonen, wurde das griechische Wort εικόνα (ikóna = Bild) Teil der Firma. Der erste Gesamtkatalog erschien 1927 und enthielt noch zahlreiche Produkte der Vorgängerfirmen. Kurz darauf gingen noch zwei weitere Hersteller in der Zeiss Ikon AG auf:

  • Aktiengesellschaft Hahn für Optik und Mechanik, Ihringshausen/Kassel (1927), ein Tochterunternehmen der Optischen Anstalt C. P. Goerz und die
  • Goerz Photochemische Werke AG, Berlin (1928).

Die nach Stuttgart verlegte Zeiss Ikon AG gründete 1950 ein Werk in Kiel für die Produktion der aus dem Ernemann-Erbe stammenden Produktlinie der Kinoprojektoren (Die Zeiss Ikon AG wird von der Fa. Anschütz & Co. GmbH, Kiel, 1975 übernommen. Übernahme der Fa. Anschütz durch die Fa. Raytheon Marine GmbH 1995 und Gründung der ERNEMANN CineTec GmbH 1999). Das „Goerzwerk" in Berlin-Zehlendorf wurde als Zweigbetrieb wieder aufgebaut. Als neuer Unternehmenszweig kam die Tochterfirma Zeiss Ikon Büromaschinen GmbH hinzu.

1989 wurde die Zeiss Ikon AG von dem finnischen Unternehmen Abloy OY übernommen und die Firma in Ikon AG geändert. Heute gehört das Unternehmen zum finnisch-schwedischen Assa-Abloy-Konzern. Im Januar 2003 wurde die Ikon AG („Goerzwerk") in eine GmbH umgewandelt. Am 1. April 2005 fusionierte die Ikon GmbH Berlin mit eff eff in Albstadt zur Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH mit Sitz Albstadt. Sie beschäftigt sich ausschließlich mit der Herstellung und dem Vertrieb von mechanischen und elektromechanischen Schließsystemen (Türöffner) und Sicherheitsbeschlägen.

 

2005 gab es eine Wiederbelebung der Marke Zeiss Ikon (ZI) durch die Carl Zeiss AG. Die neue ZI ist eine völlig neu entwickelte klassische Messsucherkamera für 35 mm-Kleinbildfilm mit hochwertigen, zur Leica M kompatiblen Wechselobjektiven. Sie wurde von Zeiss, Oberkochen entwickelt (Design stammt vom Büro Henssler & Schultheiss). Die Serienfertigung findet in Japan bei Cosina statt.

(Auszug aus Wikip.)

 

Zeiss Ikon Icarex 35
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Wolfgang Bongardt
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