Leica (Leitz)

Die Leica Camera AG (Leica: Abkürzung für Leitz(sche) Camera) ist ein deutsches Unternehmen der optischen Industrie mit Sitz in Wetzlar. Das Unternehmen hat sich auf die Fertigung von Fotoapparaten und Ferngläsern spezialisiert. Die Leica Camera AG entstand 1986 aus der Ernst Leitz Wetzlar GmbH, dem Nachfolgeunternehmen des von Carl Kellner 1849 in Wetzlar gegründeten Optischen Instituts.

 

Mit den Leica-Kameras etablierte sich das Kleinbildformat 24 mm × 36 mm. Im Vergleich zu den sonst erhältlichen Mittelformatkameras mit Rollfilm oder den sperrigen 

Großformatkameras konnten diese sehr viel leichter transportiert und schneller eingesetzt werden. Dieser Vorzug wurde zuerst von einer künstlerischen und journalistischen

Avantgarde erkannt. Es entwickelte sich eine neue Art dynamischer Reportage-Fotografie. Leica-Kameras wurden weltweit vielfach nachgebaut oder kopiert. Eine der ersten ernsthaften Konkurrenzfirmen war Zeiss-Ikon mit der Contax.

Die erste Leica Ia verfügte über ein fest eingebautes Objektiv. Sehr bald waren aber die Objektive über ein Wechselgewinde austauschbar (Schraubleica); die Leica wurde so zur Systemkamera. Diese Sucherkamera mit Wechselgewinde wurde bis in die Nachkriegszeit stetig weiterentwickelt.

Seit 1954 existiert die Baureihe „M“ (Leica M). Der alte M39-Schraubgewindeanschluss wurde durch ein Bajonett ersetzt. Außerdem verfügt die „M“ über einen Messsucher, mit dem gleichzeitig scharf gestellt und das Bild komponiert wird. Das neueste Modell der Baureihe „M“ verfügt heute über TTL-(Blitz-)Belichtungsmessung und Zeitautomatik.

1965 erschien die erste Spiegelreflex-Systemkamera aus dem Hause Leitz-Wetzlar. Die Leicaflex war anfangs rein mechanisch. Seit Beginn der 1970er Jahre wurde die Leicaflex durch die Baureihe „R“ abgelöst. Die Leica R ist größer und schwerer als die klassische (Mess-)Sucherleica, bietet dafür aber mehr Automatikfunktionen und Komfort sowie eine größere Objektivpalette. Mit dem zur Photokina 2004 vorgestellten digitalen Rückteil („Digitalmodul R“) war die Leica R die erste Kleinbild-Hybridkamera, die wahlweise analog und digital betrieben werden konnte.

Außerdem fertigt bzw. fertigte die Leica Camera AG bzw. ihre Vorgänger auch einfachere Sucherkameras, Filmkameras, Digitalkameras, Ferngläser, Spektive und Diaprojektoren.

Leica-Objektive gelten als von hoher optischer und mechanischer Qualität. Durch eine hohe Systemkompatibilität lassen sich Kameras, Objektive und Zubehör aus mehreren Jahrzehnten kombinieren. Es existiert eine große weltweite Sammlerszene für Leica-Kameras, für die exklusive Sondereditionen gefertigt werden.

Kompl. Zubehör für Leica R 4. Foto ©: Leitz®
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Wolfgang Bongardt
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