Agfa Optima 500 Sensor, 1970

Die erste Optima mit dem "Magischen roten Auslöseknopf". Ihrem Namen entsprechend belichtet sie mit Verschlusszeiten bis zu 1/500 s. Der entscheidende Unterschied gegenüber den Vorgängern bestand jedoch in der Belichtungsmessung mit Cds-Zelle. Solche Cadmiumsulfid-Fotozellen reagierten schneller auf Lichtänderungen, benötigten aber eine Batterie, welche in einem Fach an der rechten Seite des Gehäusedeckels ihren Platz fand. Die Mechanik für die Belichtungssteuerung blieb allerdings unverändert, einen elektronischen Verschluss gab es erst bei der Agfa Selectronic und dann bei der nachfolgenden Baureihe. Außerdem verzichtete die 500 Sensor auf die Blitzautomatik, im Hinblick auf die – allerdings noch teuren – sogenannten Computerblitze konnte man eine Blende am Objektiv einstellen, welche mit Aufschieben des Blitzgerätes aktiviert wurde. Die Filmpatrone kommt rechts, statt links, in die Kamera; die Fotos "stehen Kopf"! Diese Kamera kostete 249 DM, gegen Aufpreis gab es sie auch mit schwarzen Gehäusedeckeln. Stets besaß sie aber das gleiche Objektiv wie die 200 Sensor.

 

Techn. Daten:

  • Objektiv: Agfa Color Apotar 42 mm 1:2,8
  • Verschluss: Paratic "B" 1/30 - 1/500 sec.
  • Sucher: Eingespiegelter Leuchtrahmensucher mit Parallaxmarke
  • Blendenwerte: Stufenlos von 2,8 bis 22
  • Agfa-Schnellladesystem
  • Schnellschalthebel: Doppelfunktion für Filmtransport und Schnellrückspulung
  • Mittenkontakt mit Blitzautomatik: Beim Aufsetzen eines Blitzgerätes erfolgt mechanisch gesteuert die Zeitumschaltung auf die Synchronzeit und zugleich die passende Blendeneinstellung je nach Entfernung.
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Wolfgang Bongardt
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