Nikomat FT, 1965 - 78

Die Nikkormat-Kameras (Nikomat in Japan), die von 1965 bis 1978 hergestellt wurden, waren einfacher und preisgünstiger als die Kameras der Marke Nikon, konnten aber mit denselben Objektiven wie die Kameras der Nikon F-Serie verwendet werden. 

 

Die Nikkormat FT war eine ganz aus Metall gefertigte, mechanisch gesteuerte Spiegelreflexkamera mit manuellem Fokus und Belichtungssteuerung. Die FT verfügte über einen Metalllamellenverschluss mit vertikaler Bewegung und einem Geschwindigkeitsbereich von 1 bis 1/1000 Sekunde sowie einen Bulb- und Blitz-X-Synchronisationsmodus von 1/125 Sekunde. Die Nikkormat F-Serie verfügte über einen Verschlussring, der konzentrisch zum Objektivanschluss angebracht war, im Gegensatz zu den anderen manuell fokussierbaren Spiegelreflexkameras von Nikon mit einem oben angebrachten Verschlusszeitenrad.

 

Das Belichtungskontrollsystem der FT war ein "center-the-needle"-System, bei dem ein Galvanometernadelzeiger, der sich vertikal an der unteren rechten Seite des Suchers bewegte, die Messwerte des eingebauten Cadmiumsulfid (CdS)-Belichtungsmessers mit offener Blende und TTL-Mittelung über die gesamte Szene im Vergleich zu den tatsächlichen Kameraeinstellungen anzeigte. Der Fotograf stellte die Verschlusszeit ein, um Bewegungen einzufrieren oder unscharf zu machen, und/oder die Blendenöffnung, um die Schärfentiefe zu steuern, bis die Nadel zwischen zwei zangenartigen Halterungen zentriert war. Die Nadelanordnung wurde in einem Fenster neben der oben angebrachten Schnellspannhebel dupliziert, um die Belichtungssteuerung ohne Blick durch den Sucher zu ermöglichen. Der Belichtungsmesser wurde eingeschaltet, indem man den Schnellspannhebel in die Bereitschaftsposition zog, und ausgeschaltet, indem man ihn wieder bündig an die Kamera drückte.

Dies war 1965 sehr fortschrittlich und erwies sich als bemerkenswert langlebig. Nikon verwendete es für alle Versionen der Nikkormat FT mit schrittweisen Verbesserungen. Die Nikon FM, FM2 und FM2N der nachfolgenden kompakten Nikon-Spiegelreflexkameras der F-Serie verwendeten bis 2001 ein verbessertes Suchersystem mit zentraler LED-Anzeige.

 

Der Sucher der FT verfügte ebenfalls über eine feststehende Mattscheibe mit der damals üblichen zentralen 4 mm Mikroprismen-Fokussierhilfe von Nikon und einer 12 mm großen matten Fokussierfläche.

 

An die Nikkormat FT konnten alle Objektive mit dem Nikon F-Bajonettanschluss (1959 für die Nikon F-Kamera eingeführt) und einem "Meter-Kupplungsschuh" (oder Zinken, informell "Hasenohren" genannt) verwendet werden. Die FT verfügte über eine Spiegelvorauslösung, so dass sie mit einigen Spezialobjektiven verwendet werden konnte, für die ein Hilfssucher vorgesehen war.

Die FT hatte die Maße 95 mm Höhe, 146 mm Breite, 54 mm Tiefe und ein Gewicht von 745 g. Damit war sie größer und schwerer als die meisten konkurrierenden Amateur-SLRs der Mitte der 1960er Jahre, wie z. B. die Asahi (Honeywell in den USA) Pentax Spotmatic von 1964, aber die Qualität der internen Komponenten verlieh der FT gute Funktion und Haltbarkeit.

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Wolfgang Bongardt
© 2011 CAMERAS AND MORE
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