Nikon F80, 2000 - 2006

Die F80 bietet alle Features die man braucht: Schnelle, hochpräzise Scharfeinstellung (lt. Werbung, aber so schnell ist sie dann doch nicht), eine reiche Auswahl an Belichtungsfunktionen sowie ein leistungsfähiges, eingebautes Blitzgerät. Die, per Individualfunktion, einblendbare Gitterlininenstruktur im Sucher ist sehr hilfreich. Am Kameragehäuse ist kein Synchronanschluss vorhanden, so kann man die Kamera nur mit einem Adapter an eine Blitzanlage anschließen. Die F80 ist mit den vier altbewährten Modi, manuelle Steuerung, Zeit-, Blenden- und Programmautomatik (P, S, A, M ) umfassend ausgestattet. Die Programmautomatik ist shiftbar. Der Sucher ist sehr hell und brillant, zeigt außer dem bereits erwähnten zuschaltbaren Gitternetz auch eine Reihe von Daten an wie: Schärfenindikator, Art der Belichtungsmessung, Messwertspeicherung, Verschlusszeit, Blende, gewählte Belichtungsfunktion (M, A, S, P), Belichtungskorrekturskala und -korrekturwert, Bildzähler, die AF-Messfelder, darunter schwarz oder rot unterlegt das jeweils aktive. Weiter sind der Messkreis für mittenbetonte Integralmessung und die Blitzbereitschaftsanzeige zu sehen. Im Sucher werden nur die Funktionenangezeigt, wenn sie aktiviert sind. Viele Informationen auf dem Datenmonitor (beleuchtbar) rechts neben dem Prisma sind mit denen im Sucher identisch, aber nicht alle. Das LC-Feld ist gut ablesbar und gut strukturiert. Es gibt Auskunft über die eingestellte Filmempfindlichkeit (DX/Wert der manuellen Einstellung), den Batteriezustand, die AF-Messfelder und Programmshift. Die gewählte Belichtungsfunktion wird nicht im Datenmonitor gezeigt, da sie links an der Kamera über einen Drehknopf eingestellt wird, ist sie stets sichtbar. Und noch ein kleine Highlight zum Schluss: Im Auslöserknopf befindet sich ein kleines Loch mit Gewinde für den Drahtauslöser :-)

 

Unangenehm ist die Neigung zahlreicher F80/90 Modelle, dass nach einiger Zeit, die Gummierung anfängt zu kleben. Auf eine Nachfrage direkt bei Nikon kam nur die Antwort, dass man die Gummierung bei einem Service-Partner austauschen lassen kann. Angesichts des Preises von ca. 150 € für die "Reparatur" ist die Antwort von Nikon schon fast unverschämt. Man kann dann auch sarkastisch argumentieren:  Die klebrige Kamera liegt so sicher in der Hand. Ich habe das Problem mit Tapeten- und Anstrich-Schutz (Elefantenhaut) von PUFAS, der ist klar und lösungsmittelfrei, schmutz- und wasserabweisend, in den Griff bekommen. Die klebrige Oberfläche wurde von mir erst mit einem feuchten Mikrofasertuch gereinigt und alle Fussel entfernt und was sonst noch so dran klebte. Der Tapetenschutz wurde dann mit einem sehr weichen Pinsel 2 mal aufgetragen. Jetzt klebt nix mehr. Das Verfahren habe ich schon bei einigen anderen Kameras und Objektiven mit sehr gutem Erfolg angewendet. 

 

Techn. Daten:
Objektiv: Hier AF Nikkor 3.5/28 - 80 mm
Anzahl Individualfunktionen:19
AF-System
Multi-CAM900
AF-Arbeitsbereich (bei ISO 100) 
Filmtransport elektr. 2,5 B/s Belichtungssteuerung: P, S, A, M
Bildfeld des optischen Suchers 92%
Eingebautes AF-Hilfslicht
Leitzahl des eingebauten Blitzgerätes:12 (ISO 100 und Leuchtwinkel 28mm) 
Stromversorgung: 2 Lithium-Batterien CR123A oder DL123A
Kürzeste Blitzsynchronisationszeit:1/125 s
Drahtauslöseranschluss !!
Abmessungen: ca. (B x H x T) 141,5 x 98,5 x 71 mm
Gewicht: ca. 515 g ohne Batterien
Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers bei Produkteinführung im Mai 2000:

DM 1.049,--

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Wolfgang Bongardt
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