Kodak Disc 4000, 1982

Die Grundidee einer besonders flachen Kamera mit nur einem flachen Film.  15 Negative von je 8×10,5 mm Größe wurden auf einer Scheibe von 63 mm Durchmesser angeordnet und das Ergebnis bezeichnenderweise "Disc-Film" genannt. Ein weiterer Grund für die Scheibenform war die Planlage: Gegenüber dem Pocketfilm war die Negativfläche um 40% kleiner, was erhöhte Anforderungen an die exakte Lage zum Objektiv stellte. Da aus dem kleineren Format eine wesentlich stärkere Vergrößerung resultierte, musste der Film eine feinere Auflösung haben, was das eigens entwickelte Material Kodacolor HR bot.

 

Kodak stellte das neue Kamerasystem am 3. Februar 1982 vor und brachte es zur Photokina 1982 auf den Markt. Die Kamera kostete damals 119 DM.

 

Die Plattenkameras waren 2,5 bis 3 cm dick, etwa 8 cm hoch und 13 cm breit. Sie wogen ca. 200 g und hatten immer einen elektrischen Filmtransport. Kodak stellte das System mit der Modellreihe Disc 2000, Disc 4000, Disc 6000 und Disc 8000 vor. Alle Modelle hatten ausschließlich Fixfokus-Objektive, die Entfernungen von 1,2 m bis unendlich abdeckten. Selbst bei den beiden Spitzenmodellen, die über 200 DM kosteten, konnte man nur eine Nahlinse vor das Objektiv schieben, um zwischen 0,50 m und 1,5 m fotografieren zu können; die beiden einfachen Modelle hatten dagegen einen eingebauten Blitz. Das Objektiv (12,5 mm; f/2,8) war eine Spezialentwicklung und bestand aus vier Linsen, von denen eine asphärisch war. Abgesehen vom einfachsten Modell waren die Batterien kurioserweise fest eingebaut - Kodak sprach von Langzeitbatterien, die 2.000 Aufnahmen bei 60 % Blitzeinsatz ermöglichen sollten. Es handelte sich um zwei Lithiumzellen (die immer noch funktionieren!), die in der Werkstatt (wo auch immer) gewechselt wurden.

 

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Wolfgang Bongardt
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