Kodak Disc 4000, Disc-Film-Kassette, 1977

Die Grundidee einer besonders flachen Kamera nur mit einem flachen Film.  15 Negative mit einer Größe von jeweils 8×10,5 mm auf einer Scheibe von 63 mm Durchmesser angeordnet und das Ergebnis wurde bezeichnend "Disc-Film" genannt. Ein weiterer Grund für die Scheibenform lag in der Planlage: Gegenüber dem Pocket-Film war die Negativfläche 40% kleiner, was erhöhte Anforderungen an die exakte Position zum Objektiv stellte. Da aus dem kleineren Format eine erheblich stärkere Vergrößerung resultierte, musste der Film eine feinere Auflösung besitzen, was das eigens entwickelte Material Kodacolor HR bot.

 

Kodak präsentierte am 3. Februar 1982 dieses neue Kamerasystem, das anlässlich der Photokina 1982 in den Handel kam. Die Kamera kostete damals DM 119,--

 

Die Disc-Kameras waren 2,5 bis 3 cm dick, etwa 8 cm hoch und 13 cm breit. Sie wogen etwa 200 g und besaßen immer einen elektrischen Filmtransport. Kodak hat das System mit der Modellreihe Disc 2000, Disc 4000, Disc 6000 und Disc 8000 vorgestellt. Alle Modelle hatten dabei nur Fixfokus-Objektive, die Entfernungen von 1,2 m bis unendlich abdeckten. Selbst bei den beiden hochklassigen Modellen, obwohl über 200 DM teuer, konnte man lediglich noch eine Nahlinse vor das Objektiv schieben, um zwischen 0,50 m und 1,5 m fotografieren zu können; die beiden einfachen Modelle besaßen hingegen einen eingebauten Blitz. Das Objektiv (12,5 mm; f/2,8) war eine Spezialentwicklung, es bestand aus vier Linsen, davon eine asphärische. Vom einfachsten Modell abgesehen waren kurioserweise die Batterien fest eingebaut – Kodak sprach von Langzeitbatterien, welche 2.000 Aufnahmen bei 60 % Blitzeinsatz erlauben sollten. Es handelte sich um zwei Lithiumzellen (die immer noch funktionieren!), die in der Werkstatt (wo auch immer die ist) gewechselt wurden.

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Wolfgang Bongardt
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