Canon EX Auto, 1972 - 76

Die Canon EX auto QL erschien im Februar 1972 und war der Nachfolger der Canon EX EE. Mit ihrer vollautomatischen Belichtungssteuerung war sie den Kameras mit richtigem Objektivbajonett überlegen, bei denen es so etwas in der gleichen Preisklasse noch nicht gab. Zudem konnte sie günstige Wechselobjektive bieten. Dafür war das Objektivprogramm sehr eingeschränkt, es gab auch keine Möglichkeit, den Auszug für Nahaufnahmen mit Zwischenringen oder einem Balgengerät zu erweitern. Die EX kostete inklusive Normalobjektiv etwa 500 DM, was seinerzeit für eine Spiegelreflexkamera günstig war. Die EX gehörte zwar mit ihrem eigenen Objektivsystem nicht zu den Kameras der F-Serie, war mit diesem aber verwandt und baute ebenfalls auf dem Aluminium-Gehäuse der Canon FX auf. Damit war die Kamera ebenso solide aufgebaut, wie die Canon-Modelle mit komplett auswechselbaren Objektiven.

 

Für die EX EE bot Canon folgende Vorderteile an (Canon Lens EX genannt):
• EX 35 mm f/3,5
• EX 50 mm f/1,8
• EX 90 mm f/3,5
• EX 125 mm f/3,5
• Mechanische Blendenübertragung, Satzobjektiv, nur Frontlinse wechselbar
• Alle Objektive Spectravergütet

 

Diese Linsen wurden mit einem Gewinde M 39 an das feststehende Hinterteil angesetzt. Einen Blendenmechanismus und eine Fokussierung benötigt das Objektivvorderteil nicht, da die Blende und der Schneckengang fest am Gehäuse angebrachtem hinteren Objektivteil sind. Daher waren diese Objektive günstiger als komplette Wechselobjektive (mit Blendeneinrichtung und Fokussierung). Der 125 mm-Vorsatz besaß für die Lichtstärke f/3,5 eine auffallend große Linse, dies bedingten die vorgegebenen Hinterlinsen. Fremdhersteller boten keine Objektive für diese Canon EX EE und die EX Auto an.

 

Techn. Daten:
• SLR mit vollautomatischer Belichtungssteuerung mittels Blendensteuerung und manuelle Blichtungssteuerung 
• Objektiv: Canon Lens EX 50 mm f = 1,8, 3Linsen in 2 Gruppen
• Blenden: 1.8 - 16
• Canon-EX-Bajonett
• Wechselobjektive als Satzobjektive mit M39
• Verschluss: In Filmrichtung ablaufender Gummituchschlitzverschluss
• Belichtung: Mittenbetonte TTL-CdS-Messung
• Zeiten: 1/8 s bis zu 1/500 s und B 
• Vorlaufwerk ca. 10 sec.
• Manuelle Einstellung oder Automatik
• Blendensimulator zur automatischen Messwerkanpassung auch bei Verwendung von Objektiven unterschiedlicher Lichtstärke
• Mehrfachbelichtungen möglich
• Blitz: System-Blitzschuh(3 Kontakte) und zusätzliche Blitzbuchse vorn links 
• Synchronzeit 1/60 sec, CAT-Blitzautomatik
• Messbereich bei ISO 100 und EX 50 mm EV 4,7 – 17
• Prismensucher mit Mikroprismenring
• Anzeigen im Sucher: Batterieprüfung, Einblendung Blendenskala mit Über- und Unterbelichtungswarnung 
• Filmeinlegeautomatik Quick Load (QL)
• Spannungsversorgung: 1xPX13 oder PX-625 (1,35 Volt) Batterien
• Abmaße:84 x 143 x 92 mm (L x B x H)
• Gewicht: 900 g (mit 50 mm Objektiv)

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Wolfgang Bongardt
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