Agfa Karat 4,5 T, 1938 - 41

Mit der Karat stellte Agfa 1937 seine erste Kleinbildkamera vor, es handelte sich um eine Sucherkamera, die anfänglich spezielle Filmpatronen verwendete, die Karat-Filmpatrone. Spätere Modelle verwendeten den gewöhnlichen Kleinbildfilm vom Typ 135.

 

Als erstes Modell stellte Agfa die Karat 6,3 vor, sie kostete 35 RM und besaß ein Igestar-f/6,3-Objektiv mit den von der Leica gewohnten 50 mm Brennweite. Ihr Verschluss (Agfa Automat) bot die Einstellungen 1/25 s, 1/50 s und 1/100 s sowie selbstverständlich Dauerbelichtung. Die Frontplatte war ursprünglich im Art-déco-Stil gehalten, 1938 abgelöst durch eine unverzierte Oberfläche.

 

Alle Karat-Kameras waren mit einem Balgen ausgestattet. Die Objektivplatte klappte allerdings nicht heraus, sondern sprang geradeaus nach vorne aus dem Gehäuse, wobei eine Scherenmechanik sie führte. Ihre fortschrittliches Merkmal war eine Doppelbelichtungssperre.

 

Die Karat 4,5 unterschied sich durch ihr Oppar f/4,5,-55-mm-Objektiv und kostete 49 RM. Ansonsten war sie mit dem Urmodell identisch. 

 

Techn. Daten:
Model: Agfa Karat 4,5 T (Tropentauglich)
Optik: Agfa Oppar 4.5 - 32 f = 55 mm
Verschluss: Pronto
Zeiten: 1/25 - 1/125 "B"
Selbstauslöser
Aluminium Gehäuse
Abmaße: 11,8 x 5,3 (7,5 ausgeklappt) x 6,8 cm
Gewicht: 445 g. (mit Filmpatrone)

 

Das hier gezeigte Modell hat Rommels Afrikafeldzug überstanden, lt. Aussage des früheren Besitzers. 

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Wolfgang Bongardt
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