Yashica Elektro 35 GX, 1976

Auf Grund des relativ kurzen Produktionszeitraums der Yashica Electro 35 GX sind die Preise für eine gebrauchte Yashica Electro 35 GX ziemlich hoch. Dies wiederum liegt am Wunschdenken der Besitzer oder Verkäufer eine Rarität zu besitzen. Mein Exemplar habe ich für 35 € mit Zubehör*, einer funktionierenden Technik, Tasche und einem passenden Blitz auf dem Trödel erstanden. Die Abbildungseigenschaften des 40 mm Objektivs sind sehr gut. Was mich jedoch stört, ist die Tatsache, dass die Belichtungszeiten nicht angezeigt werden. Somit ist es nicht möglich, ohne einen Film zu belichten, den Belichtungsmesser zu überprüfen ob er plausible Werte liefert. Die fehlende Anzeige der Belichtungszeit hat durch diesen Mangel entscheidenden Einfluss auf die Bildgestaltung. 

 

* Es gibt (wie bei der Yashika Electro 35 GS-G) Vorsatzlinsen für Tele und Weitwinkel, die die Brennweite auf ca. 59 mm verlängern bzw. auf ca. 38 mm verkürzen. Das Ganze macht aber im Gebrauch nicht so wirklich Spaß: Der Zusatzsucher muss aufgesteckt, eine der Vorsatzlinsen vor das Objektiv geschraubt werden dann die Entfernung scharfstellen, die Entfernung auf der Skala am Objektiv ablesen und anhand einer auf dem Linsenrand aufgedruckten Tabelle korrigieren. Umständlich und nervig … und das Ergebnis ist na ja ....

 

So hinterlässt bei mir die Yashica Electro 35 GX einen Eindruck der gespalten ist. Einerseits finde ich die Kamera ausreichend kompakt, von der Haptik angenehm und vom Erscheinungsbild sehr schön, andererseits fehlt mir die Anzeige der Belichtungszeit, bzw. eine manuelle Einstellmöglichkeit selbiger. Dann gibt es noch das leidige Problem der Spannungsversorgung. Die Kamera braucht 2 x V640PX Batterien. Diese werden nicht mehr hergestellt und es gibt in den verschiedensten Foren alle möglich Tipps und Tricks das Problem zu lösen. Eigentlich gibt es kein Problem, da man problemlos einen Ersatz bekommt: Alkaline Batterie 640PX 1,5 Volt, die neue Ersatzbatterie für die PX 640 Batterie, PX640A, A640PX, EN640A, EPX640A, PC640A, LR52, 1126A, Abmessungen ca. 16,0 x 11,2 mm.

 

Techn. Daten:
• Objektiv: Yashinon DX F1.7/40 mm, 6 Elementen in 4 Gruppen; minimaler Fokus 0,8 Meter, Blickwinkel 56 Grad. 
• Schärfentiefenbereich auf Objektivtubus
• Blenden-Skala von F1.7 bis F16, drei Belichtungssymbole für einfache Blendenvorwahl
• Verschluss: Elektronischer Verschluss mit stufenlos regelbaren Geschwindigkeiten von 30 s … 1/500 s
• Selbstauslöser  ca. 10 s
• Belichtungssteuerung: Vollelektronische Belichtungssteuerung (Top-Eye SBC-Sensor) durch Vorwahl der Objektivblende 
 • ASA von 25 bis 800
• Elektro-Flash-Symbol
• EV von 0 … 17
• Rote und gelbe Belichtungsanzeiger Pfeile sichtbar im Sucher und auf der Kamera oben 
• Sucher:  Heller Leuchtrahmensucher der sich diagonal mit der Fokussierung bewegt, um die Parallaxe automatisch zu kompensieren; Vergrößerungsverhältnis 0,26X im Unendlichen 
• Schnittbild-Entfernungsmesser in der Mitte des Sucherfeldes eingebaut
• Automatische Rückstellung des Bildzähler, setzt den elektronischen Verschluss gleichzeitig auf den Standby-Modus
• Multi-Slot-Aufwickelspule für einfache Filmbeladung
• Yashica Electro Auto-Flash-System 
• Zubehörschuh, eingebauter direkter X-Kontakt 
• Batterie-Kontrollleuchte im Bildzähler
• Spannungsversorung: 2 x V640PX Batterien
• Abmaße: 123 X 75.7 X 64 mm
• Gewicht:  580 g.

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Wolfgang Bongardt
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