Voigtländer VF 101, 1975

Sie wurde in den frühen 70er Jahren noch von Voigtländer selbst entwickelt. Die Produktion begann 1974 durch Rollei (Singapur). Einige Teile der Kamera haben den „Rollei 35 touch“  (z. B. der Transporthebel und die Film-Andruckplatte). Das „Color Skopar“ ist wahrscheinlich von Zeiss Ikon, vermutlich ein Tessar.
Die VF101 ist eine Kompakt-Sucherkamera mit Entfernungsmesser  gekuppelt und elektronischer Verschlusszeiten-Automatik. Die Lichtmessung erfolgt über eine CdS-Zelle, sie ist über der Objektivlinse angebracht (Filter werden also berücksichtigt). Schaut man durch den Sucher, gibt es dort zwei Informationen: Blende (eine rote Markierung) und Verschlusszeit (eine Nadel im rechten Bereich). Ein einfaches aber effizientes System mit dem man die Kontrolle behält. Verschlusszeiten von 4 bis 1/500 Sekunden sind möglich. Die Arbeitsblende reicht von 1:2.8 bis 22. Eine Besonderheit dieser Kamera: Den Entfernungseinstellring muss man erst herausziehen, um Zugang zur ASA-Einstellung (von 25 bis 400), Entfernungseinstellung und Blendenwahl zu haben. Wird der Ring zur Entfernungseinstellung herausgezogen, kann man er als Sonnenblende genutzt werden. 

 

Die Spannungsversorgung erfolgt durch 4 x 1,5 V Batterien (wie z. B. die Varta V625U). Man kann das Batteriefach aber auch ein wenig modifiziert: Einfach den roten Plastikhalter entfernen und die 4 Batterien durch eine gängige CR123 Batterie ersetzten.

 

Die Fotos der VF 101 sind kontrastreich, scharf und farbintensiv. Die Kamera ist sehr diskret weil klein, schnell einzustellen und hat einen sehr leisen Verschluss. Die Haptik ist angenehm.

Kurzum: Wenn man das Wissen von Voigtländer, Zeiss Ikon und Rollei in einer Kamera vereint weiß, so hat man die Voigtländer VF 101.

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Wolfgang Bongardt
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