Bauer Filmkameras

Die Eugen Bauer GmbH, auch bekannt als „Kino-Bauer“, war ein deutscher Hersteller von Heim- und Kinofilmprojektoren, zuletzt als Tochter des Bosch-Konzerns. Das Unternehmen wurde 1905 von Eugen Bauer in Stuttgart gegründet.

 

Neben dem Profiprojektoren hatte Bauer bereits in den 1930er Jahren begonnen, sich auf dem erfolgreichen Markt für 8-mm-Kameras für Amateure ein zweites Standbein zu schaffen. Der Krieg verhinderte jedoch den Erfolg der 1937 auf den Markt gebrachten Kamera für die 8-mm-Movex-Cassette. 1953 brachte Bauer die Doppelachtkamera auf den Markt. Sie und die später entwickelten Super-8-Filmgeräte begründeten den Aufstieg Bauers zum weltweit umsatzstärksten Amateurkamera-Hersteller und ließen den Umsatzanteil der Amateursparte in den 1960er Jahren auf 75 Prozent klettern. Daneben produzierte Bauer jetzt auch 35-mm-Spiegelreflexkameras, Diaprojektoren und Blitzgeräte.

 

Das Ende von Bosch-Photokino kam mit dem Einzug des Fernsehens in die privaten Haushalte in den 1970er Jahren und dem Massensterben der Großkinos. Bauer stellte Anfang der 1980er Jahre die Produktion von Filmprojektoren ein. Auch der Absatzmarkt im Amateurfilmbereich brach seit Ende der 1970er Jahre ein, als billigere Konkurrenzprodukte aus dem asiatischen Raum den Markt überschwemmten. Kino-Bauer reagierte darauf mit einer Restrukturierung, die Firma wurde eine reine Vertriebsgesellschaft für Filmprojektoren, Video- und Blitzgeräte. Die ausländischen Gesellschaften wurden aufgegeben, die Untertürkheimer Gebäude 1984 an die Daimler-Benz AG verkauft und 1992 wurde der Bosch-Produktbereich Photokino komplett aufgelöst.

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Wolfgang Bongardt
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