Leica CL, 1973 - 76

Die Leica CL = „Compact-Leica“ ist eine  Sucherkamera mit Leica M-Bajonett. Sie wurde in Zusammenarbeit mit Minolta entwickelt, die sie auch produzierte. Sie kam im April 1973 auf den Markt. Sowohl die Leica CL und Minolta CL (für den japanischen Markt) wurden in einer neuen Minolta Fabrik in Portugal  hergestellt. Nach Produktionsende der Leica CL wurde von Minolta eine weiterentwickelte Kamera unter der Bezeichnung Minolta CLE, ebenfalls mit M-Bajonett, vertrieben.

 

Die Leica CL hat einen vertikal laufenden Schlitzverschluss mit Tuchvorhang, die Verschlusszeiten betragen ½ - 1/1000 sec. Die Belichtungsmessung erfolgt durch das Objektiv.  Die selektive Belichtungsmessung durch das Objektiv erfolgt wie bei der M5 mit einer an einem Arm eingeschwenkten CdS-Zelle. Diese Zelle schwenkt vor dem Auslösen aus dem Bildfeld und wird mit dem Aufzug des Filmes wieder eingeschwenkt. Die Konstruktion ist störanfällig (Käufer von gebrauchten CL Leicas sollten unbedingt diese Funktion prüfen!) Die weitestgehend baugleiche Minolta CLE ist da nicht so empfindlich und störanfällig. Die Belichtung erfolgt manuell und der Verschluss ist mechanisch. Die Verschlusszeiten sind im Sucher sichtbar.  Der Sucher spiegelt selbsttätig die Bildfeldbegrenzung für 40-, 50- und 90-mm-Objektive ein. Ein automatischer Parallaxenausgleich ist gegeben.

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Wolfgang Bongardt
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