Fujifilm Finepix X10 black, 2015

Da ist sie nun, meine Fujifilm Finepix X10 black im Retro-Look. Mit ihrem Design und der hochwertigen Verarbeitung versprüht die Fujifilm FinePix X10 einen einmaligen Charme. Anders als die Festbrennweiten - Kamera X100, bietet sie einen 4-fachen Zoom, aber leider nicht den vielbesungenen Hybridsucher. Der verarbeitete „normale“ Suche der X10 kann sich aber durchaus sehen lassen. Den hochwertigen Aufnahmesensor teilt sie sich mit dem Megazoomer der anspruchsvollen X-Serie, der Bridgekamera X-S1. Inzwischen gibt es mit der Fujifilm X20 eine Nachfolgerin.

Der Retrolook der Fujifilm X10 sticht sofort ins Auge. Das ist nicht nur schöner Schein: Das Gehäuse ist aus Magnesium und Metall und liegt schön gewichtig in der Hand – wobei das tatsächliche Gewicht mit 330g nicht so dramatisch hoch ist, als dass die Kamera aus der Immer-dabei-Kategorie ausgeschlossen werden müsste. Gefallen kann die lederartige Oberfläche, sowohl optisch als auch bei der Handhabung, denn durch die Struktur ist laut Test ein sicherer Halt gewährleistet. Sogar auf kleine Details wurde geachtet: Der Objektivdeckel ist aus Blech und innen mit Filz verkleidet. Für die Bildansicht und Motivwahl gibt es ein 2,8 Zoll großes Display mit einer sehr guten Auflösung von 460.000 Pixeln. „Sehr gut“ für diese Größe jedenfalls, aber an sich sind 2,8 Zoll nicht viel für eine High-Class-Kamera. Trotzdem wurde in Tests die deutliche, klare Vorschau gelobt. Neben einem Display bietet die Fujifilm X10 auch – ganz klassisch – einen hochwertigen optischen Sucher. Der wird vom Hersteller als besonders hell und klar und mit geringer Verzeichnung beworben. Tatsächlich zeigt er ein brillantes und helles Bild, das spätere Foto kann also sehr gut beurteilt werden. Er ist groß genug, dass ihn auch Brillenträger nutzen können. Der Sucher bietet allerdings nur 85% Bildfeldabdeckung, es wird also etwas mehr fotografiert als durch den Sucher ins Visier genommen wird. Auch können keine Informationen über eingestellte Parameter eingeblendet werden. Verändert sich die Brennweite, passt sich auch der Sucher schnell und verzögerungsfrei an. 

Neben diversen Automatiken bietet die Fujifilm X10 auch rein manuelle Belichtungseinstellungen und Halbautomatiken an. Ein automatischer 360°-Panoramamodus und eine elektrische Wasserwaage bietet die X10. Fujifilm hat der X10 einen 4-fachen Zoom über 28-112 mm spendiert. Sehr vielversprechend ist die Anfangsöffnung von f2,0 bis f2,8. Kurze Verschlusszeiten sind so gut zu schaffen, und auch ein kleiner Bokeh-Effekt könnte möglicherweise anständig realisierbar sein. Gefallen in puncto Handhabung kann der manuelle Zoomring – eine Seltenheit bei Kompaktkameras. Auch der Makromodus mit einer minimalen Aufnahmedistanz von nur 1 cm sticht positiv hervor. Ein optischer Stabilisator ist auch mit an Bord, der sehr gut funktioniert.
Ein großer Sensor und eine moderate Pixelzahl. Mit 2/3 Zoll ist der Sensor der X10 überdurchschnittlich groß – fast doppelt so groß, wie die von Standard-Kompaktkameras. Die Megapixelzahl ist mit 12 MP sehr moderat gewählt. Das bedeutet, dass die Pixel weder zu klein noch zu eng gedrängt sind, was gut für Schärfe und Rauschanfälligkeit ist. Ein weiterer Vorteil des großen Sensors: Die sehr schöne, für eine Kompaktkamera große Tiefen(un)schärfe.
Die Fujifilm X10 ist mit einem HD-Videomodus ausgestattet, der die Filme in H.264 (MOV) speichert. Der Ton wird in Stereo aufgenommen. Wer will, kann (mit wahrscheinlich reduzierter Auflösung) auch Highspeed-Filme mit 70, 120 oder 200 Bildern in der Sekunde aufnehmen. Den manuellen Zoom und die Blende kann man während des Drehs verstellen, doch das hört man später auf der Tonspur. Sonst sind Video und Tonqualität ordentlich.
Ein integrierter Blitz ist auch mit dabei. Serienbildgeschwindigkeit verspricht der Hersteller immerhin von10 Bilder/Sek bei auf 6 MP reduzierter Auflösung. Bei vollen 12 MP sind nur 3 Bilder/Sek möglich.

Die Fujifilm X10 ist schnell aktiviert. Die Fujifilm X10 ist eine Kamera für Genießer. Sehr gute Bildqualität, der exquisite Sucher und die bequeme Bedienung machen die Digitalkamera zu einer guten Immer-dabei-Kamera für DSLR-Nutzer, die auch mit „kleinem Gepäck“ auf erstklassige Bilder nicht verzichten wollen.

Fazit: Ich mag sie!

 

Techn. Daten:
•Typ: Kompakte Digitalkamera
•Auflösung: 12 MP
•Bildsensor: CMOS
•Sensorgröße: 2/3 Zoll
•Optischer Zoom: 4 x
•Anfangsbrennweite: 28 mm
•Maximalbrennweite: 112 mm
•Anfangslichtstärke Weitwinke: 2 f
•Anfangslichtstärke Tele: 2,8 f
•Displaygröße: 2,8 Zoll
•Displayauflösung: 460000 Pixel
•Sucher: Optischer Sucher
•Belichtungssteuerung: Manuell, Halbautomatik, Programmautomatik
•Lichtempfindlichkeit min.: 100 ISO
•Lichtempfindlichkeit max.: 12800 ISO
•Dateiformate: JPEG, RAW
•Verschlusszeit min.: 1/4000 sek
•Verschlusszeit max.: 30 sek
•Integrierter Blitz: Automatische Rote-Augen-Korrektur, Rote Augen Korrektur & Blitzzuschaltung, Blitzabschaltung, Rote-Augen-Korrektur & Slow-Synchro
•Makro: 10 cm bis 3 m (Weitwinkel), 50 cm bis 3 m (Tele), Super Makro: ca. 1 cm
•Optischer/ mechanischer Bildstabilisator
•Gesichtserkennung
•Erweiterbarer Speicher: SD, SDHC, SDXC
•Verbindung zum PC: USB 2.0
•HDMI-Anschluss
•Video: VGA, HD, Full-HD
•Videoformat: MOV
•Stromversorgung: Li-Ion-Akku 
•Maße: (Höhe) 5,7 cm, (Breite): 6,9 cm, (Tiefe): 11,7 cm
•Gewicht: 330 g.

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Wolfgang Bongardt
© 2011 - 2017 CAMERAS AND MORE
Zur Startseite